Was ist ein Andienungsrecht?

Das Leasing Lexikon – Andienungsrecht bei Leasingverträgen

Das Andienungsrecht verpflichtet den Leasingnehmer, das Fahrzeug nach Leasingende, auf Verlangen der Leasinggesellschaft, zu einem kalkulierten Restwert zu kaufen und kann Bestandteil von Restwertleasing- bzw. Teilamortisations-Verträgen sein. Die Verlängerung des Vertrages, oder eine Anschlussfinanzierung sind weitere Optionen für den Leasingnehmer.

Teilamortisationsverträge

Durch die monatlichen Leasingraten zahlt der Leasingnehmer lediglich einen Teil der Investitions- bzw. Anschaffungskosten des Leasingfahrzeugs. Beträgt die Vertragslaufzeit 36 Monate und die Leasingrate des Leasingnehmers 300 Euro, bei einem Anschaffungswert des Autos, für den Leasinggeber bei Vertragsbeginn, von 45.000 Euro, ergibt dies, bis der Waagen sich vollamortisiert hat, einen Restbetrag von 34.200 Euro. In diesem Fall wird von einer Teilamortisation gesprochen.

Vereinbarung beim Andienungsrecht

Der Leasinggeber erhält also nur einen Teil der Anschaffungskosten für das Leasingfahrzeug. Der Leasinggeber hat zu Abschluss des Leasingvertrags das Recht, dem Leasingnehmer  das Fahrzeug zum Restwert anzudienen, sofern ein Andienungsrecht zu Vertragsbeginn vereinbart wurde. In diesem Fall ist der Leasingnehmer zum Kauf verpflichtet. Der bis dahin noch nicht amortisierten Restwert des Fahrzeugs, im obigen Beispiel 34.200 Euro, werden von ihm gezahlt. Ob das Fahrzeug zu diesem Zeitpunkt eventuell einen deutlich geringen Marktwert hat, ist davon Unabhängig.


Hinweis:
Auf den Erwerb des Fahrzeugs hat der Leasingnehmer trotzdem keinen Anspruch. Denn der Leasinggeber kann den Wagen stattdessen zum Verkauf anbieten und vom Andienungsrecht gebrauch machen, sollte der Marktwert nach Ende des Leasingvertrags höher als der kalkulierte Restwert liegen. 

 


Artikel veröffentlicht am 28.03.2021
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